Eine Zeitfrage

pastels
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Tag 18

«Wie lange hast du an diesem Bild gearbeitet?» ist immer die zweite Frage nach «Waaas? Das ist kein Foto?!»

Und schon bin ich in Schwierigkeiten. Ich finde diese Frage unerheblich. Denn entweder gefällt einem das Ergebnis oder eben nicht. Aber ich verstehe, was ich eigentlich gefragt werde. Wenn ich auf die Frage antworten würde «20 Minuten.» gibt das dem Bild einen ganz anderen Wert als «20 Wochen». Da ich aber weit entfernt bin davon eine Vollzeit-Künstlerin zu sein und mich mit kurzen Intermezzi von 20 Minuten unter der Woche und ein paar Stunden am Wochenenden durch ein Bild arbeite, weiss ich gar nicht, wie ich die Zeit zählen soll. Aber ich habe eingesehen, dass es auf diese Frage eine Antwort geben muss und darum sage ich salomonisch: «Ungefähr 3 Monate, aber vor allem an den Wochenenden und so zwischendurch….» Ob mein Gegenüber damit mehr weiss, weiss dann ich wieder nicht.

 

Day 18

"How long did you work on this painting?" is always the second question after "Whaaaat? This isn't a foto?!"

And already I'm in trouble. I find that question insignificant. Because either you like the result or you don't like it. But I understand what I'm actually being asked. If I answered "20 minutes", it would give the painting a completely different value than "20 weeks". But since I'm far from being a full-time artist and work my way through a painting with short intermezzi of 20 minutes during the week and a few hours at the weekend, I don't know how to count the time. But I have realized that there must be an answer to this question and that is why I say in solomonic terms: "About 3 months, but mainly on weekends and sometimes in between". Whether my Counterpart knows more with this information, I do not know.