Preise für Kunstwerke festlegen

Das Thema «Preise in der Kunst» ist für die meisten Künstler unangenehm. Viele empfinden es als schwierig von einem kreativen Schaffensprozess in wirtschaftliche Überlegungen zu wechseln.

Ich kann das gut verstehen, da es mir nicht anders geht. Wie hat es jemand so schön in den Kommentaren auf Instagram zu diesem Thema gesagt: «You can’t put a price on pouring your heart and soul onto paper.» (@passion_for_pastels)

Das muss man auch gar nicht, wenn man sich entscheidet die eigene Kunst nicht zu verkaufen. Man könnte sie beispielsweise nur verschenken oder ganz schlicht und ergreifend einfach behalten.

Da aber im Allgemeinen die Bestrebungen sogar eher in die Richtung gehen ein Business daraus machen zu wollen, muss man sich wohl oder übel mit dem Thema befassen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich diesem Thema anzunähern. Meistens beziehe ich sie alle in meine Überlegungen ein. Hier sind die 3 grundlegenden Methoden.

 

Vorüberlegungen

Die Preise eines Künstlers spiegeln wieder, wie lange er schon im Geschäft / wie bekannt er ist. Zudem sollten unterschiedlich grosse Bilder im Verhältnis zu einander sinnvolle Preise haben.

Der Preis für ein Bild sollte an allen Orten der gleiche sein (Galerie, Online, Direktverkauf)

 

Bildmasse als Grundlage

Die einfachste Methode sich einer sinnvollen Preisgestaltung anzunähern, ist über die Grösse eines Bildes. 

Dazu addiert man zu Breite die Länge. Das Ergebnis multipliziert man mit einem Faktor, den man vorher festgelegt hat.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Preise untereinander stimmen. Bei sehr grossen Bildern allerdings würde ich etwas auf den Preis draufschlagen, auf sehr kleine etwas weniger verlangen.

Mit der Zeit kann man einfach den Faktor erhöhen und so alle Preise gleichmässig anheben.

 

Galerien

Galerien nehmen oft einen Prozentsatz des Verkaufspreises als Aufwandsentschädigung. Diese bewegt sich zwischen 30 – 50%, wobei 50% nicht unüblich sind. Dies sollte in den Preisüberlegungen mit einbezogen werden.

 

Und wie oben erwähnt, sollte wären der Ausstellung keine Preisunterschiede zwischen dem Galeriepreis und dem Onlinepreis bestehen.

Wenn ein Bild nach einer Ausstellung verkauft wird, der Kunde das Bild aber in der Ausstellung gesehen hat, gehört dem Galeristen selbstverständlich sein Anteil ebenfalls.

 

Preis gemäss Aufwand

Eine Grundüberlegung sollte immer sein, was das Bild in der Herstellung gekostet hat. 

Auf die Zusammenstellung gehört:

• Material

• Stunden

• Rahmung (wenn man es auswärtig machen lässt) oder Stunden + Material Rahmung (wenn man den Rahmen selbst herstellt)

• Gewinnspanne als Faktor

 

Beispiel: unerfahrener Künstler in einer Gemeinschaftsausstellung

Material:

PastelCard 40x30cm = 4.80 CHF

Kreiden  ca. 10,- CHF

Fixierspray ca. 1,- CHF

Kleinmaterial-Anteil: ca. 5,- CHF (z.B. Malbrett, Klebstreifen zum Fixieren, Staffelei, etc)

Stunden: 

5 Std. à 30,- CHF = 150,- CHF

Rahmen: 

Ikea-Rahmen: 40X30cm à 10,- CHF

 

Gesamttotal: 180.80 CHF

Faktor z.B. 2.5 > 180.80 * 2.5 = 452,- CHF

 

Wenn das Bild so in einer Galerie verkauft wird, dann bleiben dem Künstler am Ende:

452,- / 2 = 226,- je an Galerie und Künstler

226,- - 180.80 = 45.20 Also genau 10% des Verkaufspreises. 

Je nachdem würde es sich hier empfehlen einen etwas höheren Faktor zu wählen.

Am Ende muss man immer selber entscheiden, ob man sowohl mit dem Preis als auch mit dem Gewinn leben kann.

 

Unten findet ihr diese Thema als .pdf zusammengefasst.

 

 

Setting prices for artwork

 

The topic of "prices in art" is unpleasant for most artists. Many find it difficult to switch from a creative process to economic considerations.

I can understand this well, as I feel no other way. As someone said so beautifully in the comments on Instagram on this subject: "You can't put a price on pouring your heart and soul onto paper." (@passion_for_pastels)

You don't have to if you decide not to sell your art. For example, you could just give it away as a gift or simply keep it.

But since in general the efforts are more in the direction of making a business out of it, one has to deal with the topic for better or worse.

There are different ways to approach this topic. Mostly I include them all in my considerations. Here are the 3 basic methods.

 

Preliminary considerations

The prices of an artist reflect how long he has been in the business / how well known he is. In addition, pictures of different sizes should have reasonable prices in relation to each other.

The price for a picture should be the same at all locations (gallery, online, direct sale)

 

Painting size as basis

The easiest way to approach a reasonable pricing is through the size of a painting. 

To this you add the length to the width. The result is multiplied by a factor that you have previously determined.

The advantage of this method is that the prices are correct in comparison between larger and smaller pieces. With very large pictures, however, I would add something to the price, with very small pictures I would charge a little less.

With time you can simply increase the factor and thus raise all prices evenly.

 

Galleries

Galleries often take a percentage of the sales price as an expense allowance. This ranges between 30 - 50%, whereby 50% is not unusual. This should be included in the price considerations.

And as mentioned above, there should be no price differences between the gallery price and the online price.

If a painting is sold after an exhibition, but the customer has seen the painting in the exhibition, the gallery owner naturally owns his share as well.

 

Price according to effort

A basic consideration should always be what the picture has cost in production. 

Listened to the composition:

- Material

- hours

- Framing (if you have it done externally) or hours + material Framing (if you make the frame yourself)

- Profit margin as a factor

 

Example: inexperienced artist in a collective exhibition

material:

PastelCard 40x30cm = 4.80 CHF

Chalks approx. 10,- CHF

Fixing spray approx. 1,- CHF

Share of small material: approx. 5,- CHF (e.g. painting board, adhesive strips for fixing, easel..)

hours: 

5 hours of 30,- CHF = 150,- CHF

Frame: 

Ikea frame: 40X30cm à 10,- CHF

Total amount: 180.80 CHF

Factor e.g. 2.5 > 180.80 * 2.5 = 452,- CHF

 

If the painting is sold in a gallery in this way, the result is the following:

452,- / 2 = 226,- each to gallery and artist

226,- - 180.80 = 45.20 So exactly 10% of the selling price is for the artist

Depending on this it would be advisable to choose a slightly higher factor.

In the end you always have to decide for yourself if you can live with the price as well as with the profit.

 

Please find attached this topic as a pdf-file

 

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Preise für ein Kunstwerk festlegen
3 Methoden sich dem "richtigen" Preis für ein Kunstwerk anzunähern
Preise festlegen.pdf
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Art pricing
3 methods to get the "right" price for your artwork
Art pricing.pdf
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